Wie beeinflusst die Digitalisierung unseren (Arbeits-) Alltag?

Die Digitalisierung hat die Art und Weise, wie wir heutzutage das Fernsehen nutzen, völlig verändert. Der folgende Artikel beleuchtet die verschiedenen Auswirkungen dieser Veränderungen und gibt Tipps, wie Personalabteilungen diesen Trend zu ihrem Vorteil nutzen können.

Digitalisierung und Fernseher

Vor 15 Jahren schalteten wir alle unsere Lieblingssendungen im Kabelfernsehen ein, wann immer sie ausgestrahlt wurden. Es gab keine Möglichkeit sie aufzuzeichnen und zu einem günstigeren Zeitpunkt anzusehen. Erst mit der Einführung von Smart-TVs, welche das Aufzeichnen von TV-Inhalte ermöglichen und der Nutzung von Streamingdiensten wie Netflix und Amazon Prime, änderte sich unser Fernsehverhalten grundlegend. Obwohl einige Menschen immer noch jede Woche ihre Lieblingssendungen über das klassische Kabelfernsehen ansehen, nutzen immer mehr – insbesondere die jüngere Generation – die unkomplizierten Streamingdienste. Auf diese Weise können Inhalte flexibel und zu jeder Zeit abgerufen werden. Laut einer Studie der Welt ist der Anteil der Haushalte ohne Fernseher schrittweise von 3,4 % im Jahr 2016 auf 5,3 % im Jahr 2020 angestiegen[1].

Die Studie besagt auch, dass 13,5 % der TV-Besitzer über das Internet fernsehen – sei es über Streamingdienste oder über andere Plattform wie beispielsweise YouTube. Ein klassischer Fernseher ist hierfür nicht notwendig, viele streamen einfach über ihren Laptop oder ihr Tablet.

Die klassische Nutzung von Fernsehgeräten nimmt somit Schritt für Schritt ab und die Nutzung von digitalen Streamingdiensten auf diversen Endgeräten steigt an. Aus einer aktuellen Studie von Forbes geht hervor, dass die Menschen lieber Inhalte auf YouTube streamen als fernzusehen. Das könnte mehrere Gründe haben: Es ist praktischer, besser auf die eigenen Interessen zugeschnitten, weniger zeitaufwändig, es ist kostenlos und kann unterwegs angesehen werden. Tatsächlich gaben 44 % [2]der befragten Personen an, dass sie YouTube dem Fernsehen vorziehen, was zeigt, wie extrem dieses Phänomen ist.

Ebenso sind die Menschen nicht mehr bereit, für eine Fülle von Kanälen zu zahlen, die sie kaum nutzen – die meisten sehen sich nur ein paar Kanäle im Kabelfernsehen an und schauen sich die anderen Kanäle oft nicht einmal an. Aus diesem Grund werden kostenlose oder billigere Dienste immer beliebter.

Welche Auswirkungen hat dieser Trend auf die Personalabteilung?

Die Art und Weise Inhalte abzurufen, zu bearbeiten oder zu teilen hat sich aufgrund der Digitalisierung in den letzten Jahren grundlegend verändert. Wie können Personalabteilungen auf diesen Trend reagieren?

Zum einen hat sich gezeigt, dass die Gesellschaft es vorzieht, ihr Leben flexibel und oftmals auch unterwegs zu gestalten. Daraus lässt sich schließen, dass die Menschen im (Arbeits-) Alltag so digital wie möglich sein möchten, um die Möglichkeit zu haben von überall auf wichtige Dokumente und Inhalte zugreifen zu können. Dies verstärkt die Bedeutung von digitalen Personalakten und Prozessen, was beispielsweise die Einführung der Elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) zeigt.

Die Digitalisierung von Arbeitsprozessen und die Nutzung von HR-Softwareprogrammen kann die Arbeit im HR-Bereich deutlich vereinfachen und beschleunigen. So gibt es beispielweise Softwareprogramme in denen digital die Arbeitszeiten erfasst, Urlaubsanträge gestellt oder Zeugnisse erstellt werden können. Dokumente und Aufgaben können durch verschiedene Programme wie beispielsweise Microsoft OneNote gleichzeitig bearbeitet werden und die Abstimmungswege verkürzen sich.

Auch Mitarbeiterschulungen oder Fortbildungen finden mittlerweile digital statt, wodurch der eigentliche Aufenthaltsort der Mitarbeiter irrelevant wird. Personalabteilungen werben gerne bereits in ihren Stellenausschreibungen mit den digitalen Benefits des Unternehmens. So gibt es heutzutage beispielsweise beinahe bei jedem Arbeitgeber die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten oder mobile Geräte wie Handys und Tablets für die Arbeit unterwegs zu erhalten.

Es zeigt auch, dass sich die Art und Weise, wie Menschen Informationen konsumieren, drastisch verändert hat. Statt nach einem strengen Zeitplan zu leben, bevorzugen die Menschen kurze “Lernnuggets”, in denen sie in kurzer Zeit detaillierte Informationen erhalten. Dies kann auf die Personalabteilung übertragen werden, indem Onboarding-Prozesse oder Unternehmensschulungen in kürzere, besser verdauliche “Nuggets” umgewandelt werden, um dieser Umstellung auf kürzere, aber produktivere Arbeit Rechnung zu tragen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Digitalisierung unsere Lebensweise und die Art und Weise Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten zweifellos erheblich verändert hat. Dies wirkt sich sowohl auf unser Privatleben als auch auf unseren Arbeitsalltag aus. Personalabteilungen müssen auf diese Veränderung reagieren und sowohl ihre Arbeitsweise als auch ihre digitalen Angebote für Mitarbeiter anpassen und stetig verbessern, um im Wettbewerb bestehen zu können.

[1] Fernsehkonsum: Deutsche Haushalte haben im Schnitt 1,57 Fernseher – WELT

[2] Is YouTube And Netflix’s Rise Spelling Traditional TV’s Eventual Doom? (forbes.com)

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